Internationaler Tag der Toleranz

16. November 2016

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Toleranz Workshop

PROYECTO ERASMUS+ ACCIÓN KA 1 2015-1-ES01-KA104-013398. HORIZONTE 2020. INTERNACIONALIZACIÓN DE LA EOI DE GIJÓN

Tolerant genug?
1.      Was hat Österreich dieses Jahr gewonnen?

2.      Wie definierte ein Lehrer die Homosexualität?

3.      Wie war Gregors sexuelle Orientierung mit 16 Jahren?

4.      Wo hat er einen Workshop gegeben?

5.      Wie reagierten Gregors Eltern auf seine Homosexualität?

6.      Was war ein viel größerer Schock für seine Familie?

7.      Wovor hat Gregor Angst in Bezug auf seine Freunde?

8.      Welche Beispiele nennt er, um die Reduktion des Charakters auf einen einzigen Aspekt darzustellen

9.      Meint er, wir brauchen mehr Toleranz?

10.  Womit könnten wir anfangen, damit unsere Gesellschaft jedem die Möglichkeit gibt, sein ganzes Pontenzial auszuleben?

Lösungen:

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„Man zeigt nicht mit nacktem Finger auf angezogene Leute“

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„Man zeigt nicht mit dem nackten Finger auf angezogene Leute!“, wußte schon meine Großmutter. Warum man das nicht machen soll? – „Weil man das nicht macht!“ Logisch. Oma-logisch jedenfalls. Aber sie hatte ja recht! Auch wenn sie nicht erklären konnte warum.

Der Grund liegt nicht so sehr in Konventionen und Erziehung, sondern vielmehr darin, dass ein ausgestreckter Zeigefinger auf andere Menschen unsympathisch und einschüchternd wirkt. Denn, woran erinnert uns diese Geste? An einen Vorwurf! Es ist die Geste der Mutter, die ihr Kind schimpft, die Geste eines Lehrers, der seinen Schülern Schweigen befielt, oder gar die Geste eines Herrchens, um dem Hund zu zeigen, wer das Sagen hat.

Dementsprechend nehmen Menschen diese Geste als Angriff auf die eigene Person wahr. Auch wenn die andere Person überhaupt keine Vorwüfe verteilen möchte, sondern das Gegenteil im Sinn hat. Verwendet sie den nackten Finger, dann ist diese Geste so dominant, dass sie jedes Lächeln oder sonstige positive Körpersprache zunichte macht. Denn es gibt für den modernen Menschen, der keine Angst mehr vor unmittelbarer Bedrohung seines Lebens haben muss, nichts Bedrohlicheres, als einen Angriff auf das eigene Ego, auf die eigene Reputation.

Obama zeigt wie es geht!

Obama zeigt wie es geht!

Obama zeigt, wie es geht!

Man könnte nun einfach aufhören, mit dem Zeigefinger zu gestikulieren. Bloß ist das nicht sonderlich hilfreich, denn zeigende Gesten (sog. „deiktische Gesten“) sind elementarer Bestandteil der Menschlichen Kommunikation. Wir sind die einzigen Lebewesen auf diesem Planeten, die zeigende Gesten verstehen! Nicht einmal unsere nächsten Verwandten, die Menschenaffen, ganz zu schweigen von vierbeinigen Haustieren.

Barack Obama zeigt auf dem Foto wie es funktioniert. Und zwar ohne auf die Geste zu verzichten und ohne bedrohlich oder schullehrerhaft zu wirken. Das Bedrohliche der Geste verschwindet nämlich vollständig, wenn der Daumen an den Zeigefinger gelegt wird! Vergleiche einmal beide Bilder. Der ältere Herr auf dem ersten Foto hat einen sehr viel freundlicheren Gesichtsausdruck. Er lacht, wenn auch etwas hämisch, während Obama eine angespannte Mimik hat. Trotzdem wirkt Obama weniger einschüchternd und sehr viel sympathischer, alleine aufgrund der kleinen Veränderung, nur wegen des Daumens!